Gottesdienst zu Ehren Kaisers Heinrich IV.

Saliergesellschaft lädt zum Privilegienfest am 5. August in den Dom ein – Domkapitular Josef Damian Szuba zelebriert Messe an Hochaltar

Grabkrone Heinrich III. © Domschatzkammer im Historischen Museum der Pfalz, Foto: Peter Haag-Kirchner

Zum traditionsreichen Privilegienfest zu Ehren Kaiser Heinrichs IV. lädt die Saliergesellschaft für Samstag, 5. August, 17 Uhr in den Dom ein. Der Messfeier steht Domkapitular Josef Damian Szuba vor. Er wird sich in seiner Predigt der Person Heinrichs III. widmen, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 1.000 Mal jährt. Die Messe wird in diesem Jahr am Hochaltar zelebriert. Auf Grund der großen Teilnehmerzahlen der Vorjahre wird der feierliche Gottesdienst, der bislang in der Krypta stattfand, ins Querhaus verlegt. Im Anschluss ist die Gottesdienstgemeinde eingeladen, im Rahmen einer Prozession, die Herrschergräber zu besuchen.

Die Feier geht die Verleihung umfangreicher Privilegien an die Bürger der Stadt Speyer zurück. Anlass hierfür war die Beisetzung seines Vaters Heinrich IV. im Speyerer Dom am 7. August 1111. Der Text der Vorrechte wurde über dem Hauptportal des Doms angebracht. Der Kaiser verknüpfte den Erhalt der Privilegien mit einem Gebot: Er forderte die Bewohner Speyers auf, am Todestag seines Vaters mit Kerzen in den Händen zu einem Gedenkgottesdienst in den Dom zu kommen, um für das Seelenheil Heinrichs IV. zu beten. Des Weiteren hieß es in dem Gebot, dass „von jedem Hause ein Brot den Armen zum Almosen“ gegeben werden solle. Die Salier-Gesellschaft hat 1992 diese alte Tradition wieder aufleben lassen und feiert am ersten Samstag im August das Privilegienfest mit einem Gottesdienst im Dom. Dort wird der salischen Kaiser gedacht und deren Gräber mit Blumen geschmückt.

Das Gebot des Almosengebens erfüllt die Saliergesellschaft, indem sie nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in der Vorhalle des Domes einlädt. Dabei werden alkoholfreie Getränke, Wein und Brezeln angeboten und die Besucher um eine Spende gebeten. Die Spendengelder gehen einem wohltätigen Zweck zu.

 

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